Über die Flatzer Wand - Von Ternitz nach Grünbach

17. Jänner 2026

Details
Von Ternitz nach Günbach

15 km

600 hm

zug (1,25h)

leicht

Anregender Ausflug zwischen Mittelalter und Neuzeit. 

Da ich nichts langweiliger finde, als die immer gleiche Runde in der Nachbarschaft zu drehen, bin ich immer auf der Suche nach neuen  spannenden Laufstrecken und Transfers. Wie immer sind die Gutensteiner Alpen da eine gute Anlaufstelle (sic!). Ternitz mag dabei auf den ersten Blick vielleicht nicht als allererstes in den Sinn kommen, wenn man an Berg- und Traillauf denkt, die Nähe zur Hohen Wand und den östlichen Ausläufern der Rax-Schneeberg-Gruppe bietet aber dennoch eine  große Spielwiese für allerlei sportliche Ausflüge ins Gemüse.

 

Vom sehr gut erreichbaren Bahnhof Ternitz folgen wir zuerst der Hauptstraße nach Nordosten, biegen dann am Kreisverkehr nach links ab und begeben uns dann leicht bergauf zum Friedhof. An diesem vorbei gelangen wir zu einer beschrankten Forststraße, die uns in die nördliche Hügelwelt hineinführt. Felder und Bauernhäuser ziehen vorbei und damit entfernen wir uns auch immer weiter von der Zivilisation.

Nach dem letzten Haus rechts geht es kurz ein Stück am Waldrand bergauf, bevor unser Weg an einer kleinen Lichtung nach rechts abzweigt. Der gelb/grün markierte Musikantensteig macht eine langgezogene Kurve nach Ost-Nordost und zieht sich dann in nördliche Richtung in die Ortschaft Flatz. Ein kurzer Abstieg führt uns hinunter zur Straße, die uns direkt zum öffentlichen Parkplatz  beim Waldbauer führt. Hinter dem Hinweisschild queren wir die Wiese und begeben uns dann mitten hinein in die Flatzer Wand. Ein Hinweisschild weist uns den Weg schräg rechts auf den Fürststeig.

Wir schneiden zwei Forststraßen, bevor bei einer Hinweistafel der eigentliche Steig beginnt. Die Bezeichnung verdient der auf rund 50 Metern versicherte Wanderweg kaum, auch wenn der Durchschlupf durch das Flatzer Loch auf den ersten Blick durchaus abenteuerlich daherkommt. Eine Metallstiege und ein paar Eisenketten helfen über die Engstelle hinweg, der Steig ist aber weder ausgesetzt, noch technisch auch nur irgendwie anspruchsvoll. Alles unterhalb von Kinderwägen und Rollatoren wird hier keine Probleme haben. Was es aber definitiv ist, ist steil. Wer hier laufenderweise unterwegs ist, wird schnell merken, wie der Puls nach oben wandert. Nach der versicherten Stelle geht es in einen kleinen Graben hinein, der uns schweißdrüsenaktivierend nach oben befördert.

Oben angekommen stoßen wir auf eine Kreuzung. Rechts geht es zu den restlichen Steigen und Klettertouren an der Flatzer Wand, links zum Ternitzer Steig und dem E60 Steig, sowie in weiterer Folge zum Neunkirchner Naturfreundehaus, zu welchem wir uns sogleich begeben. Der Ausblick ist heute allerdings eher bescheiden und die Hütte geschlossen, weshalb wir uns sogleich an den Weiterweg machen. Hinter der Hütte führt der gut beschilderte Weg nach Norden leicht bergab und biegt dann nach links ab. Wenig später mündet der Wanderweg in eine Forststraße, der wir nach rechts weiter folgen in die Kettenluß. Hier ergeben sich auch nette Ausblicke auf den nahen Schneeberg (sofern das Wetter mitspielt).

Ein kurzer Anstieg durch den Wald bringt uns sogleich zu einem weiteren Forstweg, die in einem weiten Bogen hinüber zum Lärbaumkreuz führt. Die kleine Freifläche bietet bei schönerem Wetter Gelegenheit zu einer kurzen Rast, ab hier geht es eigentlich nur mehr bergab. Nach dem Kreuz nach rechts und dann mäßig steil nach Norden hinunter. Der Wanderweg verwandelt sich in einen steinigen Graben und der Untergrund wird etwas ungemütlicher. Hier ist beim Laufen etwas Vorsciht geboten, wenn man keine ungewollte Breze hinlegen möchte. Wir passieren eine Kreuzung und gelangen gleich darauf an eine weitere.

Hier können wir noch einen kleinen Abstecher zur Burgruine Schrattenstein aufs Parkett zaubern, keine fünf Minuten sind es von hier bis zum Burgtor. Die Burg aus dem 12. Jahrhundert ist zwar -abgesehen von besagtem Torbogen- schon teils bis zur Unkenntlichkeit verfallen, ein paar Mauerreste vermitteln aber immer noch einen Eindruck von der ehemals imposanten Wehranlage. Der Ausblick vom ehemaligen Burghof ist zudem phänomenal, aber auch hier macht uns heute das Wetter einen Strich durch die Rechnung.

Also nach einer kurzen Pause alles wieder hinunter und bei der Ausgangskreuzung weiter nach unten rechts. Der Graben führt durch ein eindrucksvolles Felstor, das zu Burgzeiten sicher als ein willkommenes natürliches Feature gesehen wurde, und endet weniig später in der kleinen Ortschaft Schrattenbach. Wir zweigen sogleich hinter einem Einfamilienhaus nach links ab und gönnen uns den letzten richtigen Anstieg der Tour.

Am Ende des über eine sanfte Hügelfläche führenden Kreuzwegs stoßen wir auf die nicht unbeeindruckende Hubertuskapelle, die -nonaned- der Jagd gewidmet wurde. Der Bau erinnert dabei eher an skandinavische Sakralbauten, als das mittlere Niederösterreich. Von der Kapelle führt uns der Weg steil nach unten in den Ortsteil Rosental mit dem Gemeindeamt von Schrattenbach. An der Kreuzung biegen wir nach links ab und laufen dann an der Straße entlang, vorbei am Freibad, nach Grünbach hinein. Beim Gasthaus Schubertlinde zweigen wir nach rechts und an der Wiener Neustädter Straße abermals nach rechts. Bei der Tankstelle dann nach oben und in wenigen hundert Meter stehen wir bei der Bahnhaltestelle Grünbach.

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