6 km
250 hm
zug (0,5h)
leicht
Aussichtsturmreiche Wanderung am Harzberg.
Die Föhrenberge am Westrand der Pannonischen Tiefebene sind ja immer für einen gemütlichen Sonntagsausflug zu haben, aber auch bei angesagtem Schlecht- bis Unwetter lässt sich noch schnell die eine oder andere Tour hineinzwicken.
Wir beginnen unseren Rundgang am Bahnhof Bad Vöslau. Über die Bahnstraße gehen wir hinüber zum Thermalbad. An selbigem vorbei steigen wir über die Stiegen des Malfattiwegs hinauf zum Kurpark. Wir halten uns links und stechen beim Waldtennis Flammer in den Wald hinein. Über einen gemütlichen Waldweg geht es entlang des Fitnessparcours weiter nach oben.
Durch die Vielzahl an Hinweisschildern ist der Weiterweg kaum zu übersehen und doch gibt es abseits des Pfades immer wieder nette kleine Orte zu entdecken, darunter das aufgelassene Sandabbaugebiet in der Marschgrube. Mit zunehmender Höhe steigt etwas kontraintuitiv auch der Ausbau der Weganlage. Stufen und Stiegen helfen über die steilsten Stücke hinweg und Stege und Brücklein helfen über den einen oder anderen Graben hinweg. Mittendrin steht mit der Roverhütte der Vöslauer Pfadfinder:innen auch ein eindrucksvolles Waldgebäude, durch das wir beinahe mittendurchmarschieren. Ein kurzer Aufschwung erhebt uns über die letzten Ausläufer der Sandgrube, dann flacht das Gelände spürbar ab. Über einen schmalen Pfad nähern wir uns dann dem Tagesziel.
Recht unvorbereitet stehen wir dann auch vor der durchaus eindrucksvollen Jubiläumswarte auf dem Harzberg. Der burgartige Bau aus dem Jahr 1898 wurde, wie so viele andere Jubiläumswarten anlässlich des 50-jährigen Thronjubiläums von Kaiser Franz-Joseph I. errichtet und bietet einen herrlichen Rundblick auf die umliegende Hügellandschaft und das Wiener Becken. Das Ausflugsgasthaus am Fuß des Turms bietet natürlich auch kulinarische Stärkungen, bei der bescheidenen Tourenlänge kann man darauf eigentlich aber auch getrost verzichten und lieber in Vöslau noch genüssliche einen Kaffee schlürfen. Runter geht’s also und damit es nicht zu langweilig wird, nehmen wir dieses Mal die andere (orografisch linke) Seite in Angriff. Mäßig steil und über einen teils gestuften und zusammenbetonierten Waldweg geht es in nordöstliche Richtung recht schnell nach unten und wir treffen rasch wieder auf die geschotterte Harzbergstraße.
Da wir aber lieber etwas mehr im Gemüse unterwegs sein wollen, biegen wir alsbald wieder nach links ab, passieren die Waldandacht und später die kleine, “Auge Gottes” genannte, Kapelle. Jetzt nur noch am Waldspielplatz vorbei und wir stehen wieder mitten im sommerlichen Trubel des Kurparks. Am Thermalbad wieder linkerhand vorbei und hinunter ins Zentrum von Bad Vöslau. Entlang der Bahnstraße gelangen wir dann wieder retour zum Zug.