Araburg und Hocheck - Von Kaumberg nach Altenmarkt

18. September 2026

Details
Kaumberg-Altenmarkt

20 km

1000 hm

öffi (1h)

leicht

Toller Traillauf-Transfer über dem Tal der Triesting.

Ein stiller und steiler Vormittag in den grünen Hügeln der Gutensteiner Alpen. Auf den gut zwanzig Kilometern warten nicht nur einige knackige Anstiege und rasante Abfahrten, sondern auch zwei echte Ausflugs-Highlights.


Wir starten unsere halbe Wallfahrt (Wallauf?) an der Bushaltestelle Kaumberg/Marktplatz. Über eine kurze Treppenflucht geht es hinauf zur Pfarrkirche und dahinter weiter auf der Via Sacra Richtung Westen. Wir lassen die Häuser und damit die letzten Ausläufer von Kaumberg hinter uns und laufen weiter auf einem Feldweg, der uns binnen weniger Minuten zu einem Bauernhof führt. Von hier aus erhaschen wir auch den ersten richtigen Blick auf die nahe Burganlage. In einem weiten Bogen geht es dann auch hinüber zum Ausflugsparkplatz. Hinter dem Schranken starten wir den Anstieg zur Burg, anfangs noch relativ flach, sollte man hier dennoch nicht zu schnell starten und mit den Kräften haushalten.

Der Weg zur Araburg hat es nämlich noch faustdick hinter den Ohren. Wir verlassen die Schotterstraße und folgen dem Wanderweg in nahezu gerader Linie den Berg hinauf. Es folgen ein paar Serpentinen, gelegentlich mit Bankerl versehen, die so manche Person sicher brauchen wird. Ein erster Test nach wenigen Kilometern, der den Puls durchaus in ungeahnte Höhen treiben kann. Um eine letzte Kurve herum stehen wir plötzlich direkt untrer der Südmauer der imposanten Burganlage mit Wurzeln aus dem 12. Jahrhundert. Die historischen Gemäuer können auch besichtigt werden (€7,- Stand 2026). Nicht gerade günstig, aber man kann neben der Besichtigung von Georgskapelle und einem kleinen Museum auch den restaurierten Burgfried besichtigen. Der Ausblick auf die umliegende Landschaft ist wirklich nett und die Burgschenke (oder für frühe Vögel der Snackautomat) lässt einen kurz noch die (hoffentlich eh noch recht vollen) Energievorräte auffüllen.

Nach der Erkundungstour geht es weiter auf der Forststraße nach Süden, bevor wir am Kölchberg in den Wald abbiegen. In leichtem Auf und Ab geht es im schattigen Buchenwald hinüber zum Veiglkogel. Immer wieder ergeben sich nette Ausblicke auf die umliegende Hügellandschaft. Wir passieren eine Wegkreuzung und steigen dann mitunter steil hinauf auf den Kammverlauf. Im Grunde werden wir diesen für den Rest der Tour nicht mehr verlassen. Wer allerdings denkt, es folgt ein gemütlicher Skyrun ohne weitere Höhenmeter, wird definitiv enttäuscht sein. Zuerst queren wir allerdings einmal mehr auf die vormittags noch schattige Südwestseite und arbeiten uns weiter Richtung Tagesziel vor.

Wir umgehen überraschend gemütlich den 882m hohen Hochriegel und laufen dann hinunter zu einem kleinen Sattel. Auch wenn wir selbiges hoffentlich noch nicht brauchen, treffen wir hier auf das Rote Kreuz. Ansonsten tut sich auf diesem Wegabschnitt wirklich nicht viel, außer der (durchaus wunderschönen) Natur und der umliegenden Landschaft gibt es nichts zu sehen. Viel Zeit und Muße zum herumschauen haben wir aber ohnehin nicht, denn nach dem kurzen Flachstück geht es auch schon wieder elendiglich steil nach oben. Das Pumperl wird noch einmal ordentlich beansprucht und auch das Beuschl reißt es einem ordentlich durch, wie man in Österrreich so schön sagt, während wir uns den steilen Kamm hinaufkämpfen.

Gegen Ende bekommt der Weg dann beinahe den Hauch von Alpingelände, bevor allerdings wirklich die Felsen zum Vorschein treten, stehen wir schon auf der wiesenbewachsenen Kuppe des Hockecks (1037m), dem höchsten Punkt und gleichzeitig dem Scheitelpunkt unserer Tour. Von hier aus geht es quasi nur noch bergab. Es darf auch schon einmal der Busfahrplan gecheckt werden, der rasante Abstieg erledigt sich schneller, als man glaubt. Zuvor kann man aber noch den hölzernen Aussichtsturm besteigen, oder das leider seit geraumer Zeit geschlossene Hocheck-Schutzhaus bestaunen. Direkt hinter der Hütte geht es dann über die Versorgungsstraße durch den Wald hinunter. Von der teils baumfreien Kammlinie schweift der Blick weit in die Landschaft hinein und auch die Sonne kann man hier so richtig genießen (so sie sich denn blicken lässt). Dann wird es kurz verwirrend. Bei einer Abzweigung führt uns der Wanderweg mitten ins Gebüsch hinein. Allgemein ist die Tour teils bis zur unkenntlichkeit verwachsen. Es empfiehlt sich der Forststraße besser noch rund 50 Meter zu folgen und dann auf die Schotterpiste nach links abzubiegen. Keine hundert Meter später haben wir dann wieder die Originalroute erreicht.

Und dann geht es eigentlich nur mehr Schuss nach unten. Über die teils wirklich pipifein hergerichtete Forststraße lässt es sich richtig sportlich hinunterballern, ohne dass man sich Sorgen machen muss, sich dreimal an der nächsten Wurzel zu überschlagen. Wir passieren das künstlerisch sagen wir interessante Wildenauer Brünnlein und machen dann noch ordentlich Meter, bevor wir schlussendlich an einer Doppelbuche in den Wald abbiegen. Es folgt ein etwas durchwachsener Abschnitt, mit je nach Vegetation schwieriger Wegfindung und sicher nicht optimalen Laufbedingungen, bevor uns der Waldpfad schlussendlich oberhalb des Altenmarkter Sportplatzes ausspuckt. Von hier über die Triesting und kurz darauf stehen wir schon bei der Bushaltestelle Altenmarkt/Ortsmitte.

Lammersdorfer Berg – Granattor

Wandern Gurktaler Alpen Kärnten Lammersdorfer Berg – Granattor 01. September 2026 8 km 500 hm...

Raming-Runde

Wandern Oberösterreichische Voralpen Oberösterreich Raming-Runde 16. Mai 2026 Tag 1: Von Brunnbach...

Altenbachklamm

Wandern Lavanttaler Alpen Steiermark Altenbachklamm 01. Mai 2026 5 km 350 hm auto (2,75h) leicht...
Scroll to Top